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Kennst Du das Problem? Ich bin regelmäßiger Leser der „ZEIT“. Da bekomme ich für 4,90 EUR einen Haufen bedrucktem Totholz. Ich arbeite mich eine Woche durch die interessanten Artikel. Habe mehrere Stunden Lesespaß! Sehr wertvoll.

Nun habe ich in meinem Leben fast alles auf „papierlos“ umgestellt. Dank meines Bruders habe ich auch endlich die richtige App für Notizen auf dem iPad gefunden. Da kam mir das Angebot des Zeit Verlages genau recht: kostenloser 4-Wochen-Test der iPad-Ausgabe der ZEIT in der App.

Insgesamt finde ich die ZEIT-App sehr gelungen. Etwas schwer fiel mir jedoch, an die ZEIT zu „denken“. Denn wenn sie da so physisch auf dem Tisch liegt, schmökert man immer mal wieder rein. Die App ist halt eine App unter vielen. Und da muss man sich schon etwas „zwingen“ immer wieder reinzuschauen. Nun aber zur Wertigkeit. Mein Test-Abo ist nun ausgelaufen, und ich sehe da jetzt einen kleinen Button. 3,99 EUR soll die Ausgabe kosten. Doch statt – ob des gesparten Euros – begeistert und sofort auf „kaufen“ zu klicken, zögere ich. Soll ich es tun?

Irgendwie fühlt es sich für mich an, als ob ich fast vier Euro für „nichts“ ausgebe. Für Pixel. Oder Bytes. Bin schon etwas erstaunt, dass mir eine Kinokarte für 2 Stunden Spaß über 12,00 EUR wert ist, aber eine Woche Lesestoff eigentlich nichts.

Bei Google habe ich einen interessanten Blog-Beitrag „Geiz ist peinlich – warum eine Apfeltasche mehr Wert ist, als ein Roman“ von Claudia Toman gefunden. Darin beschreibt sie die „Generation Kostenlos“ anhand eines Besuchs beim Metzger. Sie spricht mir in dem Artikel aus der Seele. Warum bin ich nicht bereit für die Inhalte auf dem iPad Geld zu bezahlen?

Blogbeitrag "Geiz ist peinlich" von Claudia Toman

Blogbeitrag „Geiz ist peinlich“ von Claudia Toman

 

Bei eBooks geht es mir genau so. Ich würde wahrscheinlich niemals viel Geld für ein eBook zahlen. Bei einem physischen Buch habe ich etwas „in der Hand“. Kann es weitergeben. Ein interessanter Mechanismus in mir. Warum? Wo kommt das her?